Alternativbeschreibung

Gezielt zum Eigenheim: der Baufinanzierungs-Ratgeber

Schritt für Schritt zur sicheren Baufinanzierung

Je systematischer Sie bei Ihrer Baufinanzierung vorgehen, umso mehr Sicherheit bietet Ihnen am Ende Ihr Finanzierungsmodell. Gerade beim Weg in die eigenen vier Wände, wo es um finanzielle Entscheidungen mit großer Tragweite geht, sollten Sie Ihre finanzielle Planung nicht dem Zufall überlassen.

Schritt 1: Wie hoch ist Ihr Eigenkapital?

Zuallererst gilt es zu ermitteln, welche Geldmittel als Eigenkapital in eine Baufinanzierung eingebracht werden können. Dabei sollten Sie berücksichtigen, dass für größere unvorhersehbare Ausgaben oder bereits fest eingeplante anderweitige Anschaffungen genügend Geldreserve bleibt, um die Aufnahme teurer Ratenkredite zu vermeiden. Wenn Kapitalanlagen wie Aktien oder Fonds vorhanden sind, deren Wert je nach Börsenlage schwanken kann, sollten Sie diese in sichere Zinsanlagen bei Banken umschichten.

Schritt 2: Maximale Monatsrate ermitteln

Nun sollten Sie herausfinden, welche monatliche Belastung Sie sich leisten können. Zunächst fällt natürlich die Kaltmiete weg, so dass sich Ihre finanzieller Spielraum entsprechend erhöht. Allerdings sollten Sie berücksichtigen, dass Sie als späterer Eigentümer Nebenkosten tragen müssen, die Sie als Mieter bislang ignorieren konnten. Dazu zählen in erster Linie die Rücklagen für künftige Reparaturen und Instandhaltungsarbeiten.
Dieser Planungsschritt sollte auch eine Vorschau auf die kommenden Jahre beinhalten. Wenn Sie beispielsweise noch keine Kinder haben, kann sich das verfügbare Einkommen deutlich reduzieren, wenn aus dem Paar eine Familie wird und einer der Lebenspartner für einen gewissen Zeitraum beruflich pausiert.

Schritt 3: Mögliche Darlehenshöhe herausfinden

Anhand aktueller Kreditkonditionen können Sie nun Ihre Monatsrate so hochrechnen, dass dabei die mögliche Darlehenssumme herauskommt. Achten Sie darauf, dass Sie dabei die anfängliche Tilgung so wählen, dass Sie mit spätestens 65 Jahren schuldenfrei sind. Je nach Höhe des verfügbaren Eigenkapitals sollten Sie schon in dieser ersten Modellrechnung beachten, dass viele Banken höhere Zinssätze verlangen, wenn mehr als 60 Prozent des Kaufpreises zu finanzieren sind.

Schritt 4: Setzen Sie das Limit für den Kaufpreis

Die Summe von Darlehen und Eigenkapital können Sie in den Immobilienerwerb investieren. Dabei gilt jedoch: Die gesamte Investitionssumme ist weitaus höher als der eigentliche Kaufpreis. Zu diesem müssen Sie nämlich noch Nebenkosten wie Grunderwerbsteuer, Notargebühren und eventuell anfallende Maklerkosten hinzuaddieren. Diese Kosten können im Einzelfall bis zu 10 Prozent des Kaufpreises ausmachen.

Schritt 5: Gut vorbereitet in die Beratung

Nun haben Sie sowohl für die Suche nach dem künftigen Eigenheim wie auch für die Finanzierungsgespräche eine gute Ausgangslage. Sie wissen, wie weit Sie gehen können, ohne ein allzu großes finanzielles Risiko einzugehen. Sie vermeiden Enttäuschungen, weil nicht erst im Finanzierungsgespräch die Vorstellungen vom Traumhaus nach unten korrigiert werden müssen. Und Sie können sich darauf konzentrieren, innerhalb Ihrer Rahmenbedingungen ein passendes Eigenheim zu finden und die Finanzierung optimal auf Ihre Bedürfnisse abzustimmen.